Opfer der Interventionskaskade

Achtung – Traumatische Erfahrung

Folgender Text kann (re-) traumatisierend wirken. Es wird eine für die betroffene Person(en) traumatische Erfahrung geschildert und kann auf Leser in ähnlicher Situation oder mit ähnlichen Erlebnissen negative Auswirkungen haben. Bitte überlege dir gut, ob du den folgenden Text lesen kannst und willst!

 

Liebe junge starke Mama, danke für dein Vertrauen und dass du mir deine Geschichte zur Veröffentlichung bereitgestellt hast!

 

Opfer der Interventionskaskade

Hallo, hab deinen Post gelesen und finde die Idee echt mega! Vielleicht hilft es einigen Müttern sich besser vorzubereiten oder fragen zu stellen! Ich selbst möchte dir gerne meine Erfahrung schreiben:

Ich, 20, schwanger zum ersten Kind. Normale Untersuchung am errechneten Geburtstermin (habe meinem damaligen Frauenarzt gesagt wann ich schwanger wurde. Ich wusste genau wann es passiert ist.

Er hat mir natürlich nicht geglaubt, jung und dumm, so kam mir die Reaktion zumindest vor, und beharrte darauf dass ich zu dem Zeitpunkt von dem ich so überzeugt war schon min 2 Wochen schwanger gewesen wäre) im KH meiner Wahl.

Ich ging rein, Oberarzt schaute den Mütter Kind pass an, meinte heute (26.6.2006) wär doch ein super Geburtsdatum und beharrte darauf, dass mein Kind heute zur Welt kommen MUSS.

Er leitete leider mit einer zu starken Dosis ein sodass bei der ersten Kontrolle keine Herztöne mehr festzustellen waren. Hektik brach aus, keiner erklärte mir was oder informierte mich. Wehenhemmer wurden mir gespritzt. Ich war nur am heulen und kannte mich nicht mehr aus was los ist.

Ich wurde in den Lift geschoben in dem man mich auszog. Dabei sagte man mir endlich dass meine Tochter jetzt sofort geholt werden muss. Mein Freund war zu der Zeit noch unterwegs ins KH.

Die nächste Erinnerung habe ich dass ich in einem Zimmer lag und mein freund war neben mir. Er sagte mir dass alles gut ging und unser Baby wohl auf ist. 3 Stunden später durfte ich endlich meine Tochter sehen.

Nach 10 Tagen durfte ich nach Hause gehen und als sei alles noch nicht genug, sagte mir dieser Arzt beim Entlassungsgespräch: bei der nächsten Geburt machen wir gleich einen Kaiserschnitt, die Narbe hast du ja e schon. Ich bekam mein zweites Kind auf natürlichem Wege im KH.

Mit 20 und beim ersten Kind hat man ja den Glauben dass die Ärzte es gut meinem mit einem und vertraut auf deren Kompetenzen. Ich brauchte so lange bis ich mich vollständig von der OP erholt habe. Mir wurde gesagt sie bringen mir erst das Kind wenn ich ganz fit bin.

 

Wie wir unser Trauma verarbeiten konnten

Wir haben es mit Kinesiologie und Cranio sacral Therapie geschafft es zu verarbeiten. L. schrie seit der Geburt jeden Tag zur Geburtstzeit 3 Stunden lang. Wir „stellten“ die Geburt nach. Meine Narbe konnte ich lange nicht selbst behandeln und ich hatte schreckliche Alpträume, dass mir das Kind gestohlen wurde.

Beim zweiten war ich einfach selbstbewusster, ging früh schon mal ins Krankenhaus um mich in einem Gespräch zu erkundigen wie diese Ärzte zu meinem Wunsch der spontan Geburt standen. Mein Sohn wurde auch nach 11 Tagen über GT eingeleitet aber die Erfahrung dort war so viel besser. Es wurde alles respektiert und ich hatte so nette Hebammen und Ärzte.

Und ich habe mich für eine ambulante Geburt entschieden, was mitunter die beste Entscheidung war. Ich habe seit meiner Erfahrung mit der Goßen, jeder werdenden Mama die mich um Rat fragte gesagt dass sie sich ja nichts einreden lassen sollen und am besten immer auf seinen eigenen Instinkt hören.

Bei meiner letzten Tochter hätte ich mich für eine Hausgeburt entschieden. Leider wollte sie sich auch nicht von selbst auf den Weg machen. Ich ging aber erst 10 Tage nach GT ins KH.

Wir fühlten uns sofort wieder gut aufgenommen, und sie wurde 4 Tage später eingeleitet. Was ich sehr schade fand, denn meiner Meinung nach gibt es auch bei Menschen unterschiedliche SS Dauer. Da keiner besonders groß oder schwer war trotz langer Überschreitung alle 51 cm und um die 3300g.

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